Montag, 12. September 2016

Der Gevatter Tod

"Ein armer, verzweifelter Mann sucht für sein dreizehntes Kind einen Gevatter (Taufpaten). Den lieben Gott weist er ab („du gibst den Reichen und lässt den Armen hungern“), ebenso den Teufel („du betrügst und verführst die Menschen“) und akzeptiert erst den Tod, „der alle gleich macht“. Als der Patensohn herangewachsen ist, zeigt der Tod ihm ein Kraut, womit er Kranke heilen darf, wenn er den Tod bei ihrem Kopf, nicht aber bei ihren Füßen sieht. Er warnt ihn gleichzeitig, das Kraut nicht gegen den Willen des Todes zu benutzen. Bald gilt er als Arzt, der für seine Klarsichtigkeit und seine Erfolge berühmt ist, und er wird reich. Als der König und danach die Königstochter schwer erkranken und er zu Hilfe geholt wird, wird ihm die Tochter des Königs als Frau versprochen. Da der Tod bei den Füßen der Königstochter steht, trickst der Mann den Tod aus, indem er sie im Bett in die andere Richtung dreht. Der Tod sieht ihm den Betrug einmal nach. Beim zweiten Mal holt er sich den Mann und zeigt ihm in einer Höhle die Lebenslichter der Menschen. Seines ist am Verlöschen. Der Mann bittet um Gnade und um Verlängerung seines Lebens. Der Tod kann es ihm nicht gewähren und der Arzt stirbt."
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